Für ein soziales Miteinander im Kreis Wesel

Meine Partei, die SPD, hatte in den vergangenen Jahren keine Mehrheit im Kreistag. Wir konnten deshalb nicht verhindern, dass zahlreiche Zuschüsse an soziale Verbände, Beratungsstellen und Fördereinrichtungen gestrichen wurden. Das finde ich falsch. Als Landrat möchte ich wieder gemeinsam mit einer sozial eingestellten Mehrheit dafür sorgen, dass wichtige Angebote wie Frauen-, Drogen- und Schuldnerberatung wieder gefördert werden. Denn diese Angebote helfen Menschen aus der Klemme. Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Kreisverwaltung und den Wohlfahrtverbänden soll helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und nötige Hilfsmaßnahmen danach ausreichend zu finanzieren.

Arbeitslosigkeit begegnen

Für Menschen, die in die Arbeitslosigkeit geraten sind, muss es schnelle flexible Hilfen und Perspektiven geben. Dabei sollte das JobCenter einen aktiven Part in der Arbeitsmarktpolitik spielen. Die bestehenden guten Ansätze der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Erwerbslosen müssen weiter gestärkt und ausgebaut werden. Der Kreis Wesel war mit seiner „Beschäftigungsoffensive“ in den späten 90er Jahren einmal ein Vorreiter der kommunalen Arbeitsmarktpolitik. Da wollen wir wieder ansetzen. Auch die Arbeitslosenzentren will ich dringend erhalten, damit Erwerblose eine unabhängige Beratung bekommen. Ein gut ausgebautes und verlässliches soziales Netz bietet Sicherheit und ist der „Kitt“, der unsere Gesellschaft zusammenhält.

Kultur bedeutet Gemeinschaft

Und auch bei der Kultur wurde in den vergangenen Jahren leider Geld eingespart. Dabei ist die Kulturförderung kein Luxus, denn Kultur stiftet Identität und hält unsere Gesellschaft zusammen. Eine vielfältige Kulturlandschaft stärkt das positive Heimatgefühl der Menschen im Kreis. Ein gutes Beispiel dafür ist die Burghofbühne in Dinslaken, die wichtige Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche leistet. Deshalb setze ich mich für eine Wiederauflage des Kreiskulturfonds ein, um hiesige Kulturschaffende und ihre Projekte mit jährlich 20.000 Euro zu unterstützen. Ich möchte die Förderkriterien so fortentwickeln, dass Kulturschaffende sich anhand transparenter Auswahlkriterien um eine Förderung bewerben können. Dies soll in einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe kultur mit Unterstützung der Verwaltung erarbeitet werden.